Ausstellung Sascha Wien Malerei

Galerie Essig
Datum: 11. Oktober 2020 11:00

Ausstellung mit Werken von Sascha Wien

 

Bemerkungen zu meinen Arbeiten (2010 – 2018)

Mein Oeuvre, umfasst Malerei, Druckgrafik sowie Plastik und Objekte. Thematischer Schwerpunkt. in meinen Werken ist das widersprüchliche Verhältnis zwischen dem Menschen als biologischem Wesen und seinem von ihm geschaffenen technologischen Umfeld. Einerseits ist er, körperliche und vergänglich, hochgradig verletzbar, andererseits ist er aber bedingt durch seine geistigen Fähigkeiten der Natur in gewisser Hinsicht enthoben. Dieser zentrale Widerspruch beinhaltet auch ein Element der Gewalt und wird in dieser Phase meiner  Arbeit auf der inhaltlichen sowie formalen Ebene gelöst. Harte technisch wirkende Balkenformen werden hier brutal neben oder in biologische, zerbrechlich wirkende Formen gesetzt. Der Mensch, selbst ein eher schwaches Wesen, schafft sich mittels seines Geistes eine künstliche Umwelt, von der er immer mehr beherrscht wird. In diesem Zusammenhang habe ich mich auch mit dem Alterungsprozess des Menschen beschäftigt. Auch hier ist ein Widerspruch vorhanden. Mit zunehmendem Alter erlangt der Mensch an Erfahrung aber auch Wissen, aber gleichzeitig verfällt sein Körper zusehends. Viele Menschen enden im hohen Alter wieder dort, wo ihr Leben einst begonnen hat – in einer Pflege bedingten Hilflosigkeit.

In den Werken nach 2008 vollzieht sich eine allmähliche Hinwendung zu einer realistischeren und Gegenstands bezogenen Darstellungsweise. In dieser Phase meiner grafischen Arbeit gilt mein Interesse nun dem gegensätzlichen Erscheinungsbild der islamischen und westlichen Frauen. Hier fasziniert mich besonders der Kontrast zwischen den mehrheitlich immer noch verhüllten Frauen Afghanistans, wobei diese durch die Burka ihr Gesicht – anders als in anderen islamischen Staaten – vollständig verhüllen, sowie dem recht freizügigen Selbstverständnis der westlichen Frau. Frauen werden auch nach dem Ende der Taliban in Afghanistan immer noch unterdrückt, wie auch in der Mehrzahl der übrigen islamischen Länder. Doch wie ist es um die Frauen in den westlichen Gesellschaften bestellt? Vordergründig verfügen sie natürlich über ein hohes Maß an Freiheit und seit einiger Zeit haben wir sogar eine Frau als Bundeskanzlerin. Bei näherer Betrachtung werden sie jedoch auch bei uns für ökonomische Zwecke in sexistischer Manier instrumentalisiert, bzw. zu bloßen Objekten degradiert. Ferner stehen ihnen insbesondere in der Wirtschaft nur wenige Machtpositionen zu. Somit sind auch die westlichen, kapitalistisch geprägten Gesellschafts-formen nicht frei von einer ideologisch unterfütterten, zweckrationalen Umgangsweise mit dem weiblichen Geschlecht

Meine neuen Bilder wenden sich der Thematik der Stahlarbeiter sowie ihrer z. T. harten Arbeitsbedingungen zu. Ferner soll aber auch hier die enorme Kraft der vom Menschen beherrschten Stahlgewinnungs-prozesse aufgezeigt werden. In den neuesten Werken geht es um den Aspekt der Abhängigkeit und der Zwänge, denen Menschen immer wieder unterworfen sind. Dies manifestiert sich in den verformten und durch abstrakten Farbauftrag teilweise entstellten Gesichtern. Auch die Auseinandersetzung mit weltweiten militärischen Konflikten, wie etwa der Krieg in Syrien, findet in Eingang in meine Bilder.

 

Sascha Wien

 

 

Die Ausstellungseröffnung findet am 30.08.2020 um 11:00 statt. Sie können Die Ausstellung sonntags von 11:00 - 13:00 anschauen (teilweise finden zu diesen Zeiten Konzerte statt, die Sie gerne besuchen können) . Ansonsten kann ich die Galerie gerne außerhalb dieser Zeit für Sie öffnen. Rufen Sie mich bitte an.                 0172 4138399

 

 

Alle Daten


  • Von 30. August 2020 11:00 bis 19. Dezember 2020 11:00
 

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